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Aus- und Einbauten

Schritt 4 füllt das Gebäude mit Innenleben und Anbauten. Oben wählst du das Geschoss (EG, OG 1 …), darunter über den Modus-Umschalter das Bauteil, das du gerade bearbeitest. Die Werte stellst du rechts im Parameter-Panel ein; platzierte Teile löschst du über die Bauteil-Liste in der rechten Spalte.

Geschoss und Modus wählen

Der Umschalter bietet bis zu 8 Modi. Welche verfügbar sind, hängt vom Modell und vom gewählten Geschoss ab:

Modus Verfügbar
Innenwände immer
Treppen Zu einem darüberliegenden Geschoss; auch vom einzigen oder obersten Geschoss auf ein begehbares Flachdach
Deckenaussparung ab 2 Geschossen, nur in der Decke eines Obergeschosses (im EG nicht)
Schornstein immer
Balkon im EG mit Gründung oder ab dem 1. OG
Terrasse nur im EG
Vordach ab 2 Geschossen
Säule nur, wenn ein Balkon oder eine Terrasse vorhanden ist

Sichtbar vs. gesperrt

Treppen und Deckenaussparung bleiben immer sichtbar und werden nur ausgegraut, wenn sie im aktuellen Geschoss nicht möglich sind. Balkon, Terrasse, Vordach und Säule tauchen erst auf, sobald ihre Bedingung erfüllt ist.

Platzieren per Klick

Bauteile, die du ins Modell klickst (Schornstein, Balkon, Terrasse, Vordach, Säule), zeigen beim Setzen gelb = gültig, rot = ungültig.

Innenwände

Wände zeichnest du per Klick-Klick direkt in den Grundriss — als Kette, bis du wieder andockst (Esc oder Rechtsklick beendet). Es snappt auf Endpunkte, Ecken und Flächen.

Einstellung Wert
Lichte Breite per Eingabe (mindestens 0,05 m)
Wandlänge ab Startpunkt per Eingabe
Schräge Wände im 15°-Raster (0/15/30/45/60/75/90°)
Halbhohe Wand Kappung bei 0,90 m über dem Boden
  • Wanddicke fest 0,15 m.
  • Bis zu 60 Innenwände pro Geschoss.
  • Klick in eine geschlossene Fläche vergibt einen Raumnamen (1–40 Zeichen). Unter dem Namen steht die lichte Grundfläche des Raumes in m².

Der Anschluss wird auf der begrenzten raumseitigen Fläche der zugeordneten Außenwand berechnet. Dabei zählt der gewählte Druckmaßstab. Eine andere Wandfläche auf derselben verlängerten Linie ersetzt diesen Wandabschnitt nicht. Liegt der berechnete Anschlusspunkt außerhalb der zugeordneten Fläche, stoppt die Berechnung mit einer Meldung; PrintHaus verschiebt die gespeicherte Wand dabei nicht selbst.

Treppen

Wähle im Parameterpanel zuerst die Treppenform und ihre Einstellungen und klicke dann auf Übernehmen. Erst danach hängt die Treppe an der Maus. Nach dem fertigen Setzen endet der Platziermodus, damit du die Treppe und ihre Maßzahlen direkt anklicken kannst. Bei der Spindeltreppe fixiert der erste Klick die Achse, der zweite die Eintrittsrichtung und der dritte den Austritt.

Der Modus Treppen wählt keine vorhandene Treppe automatisch aus. Zum Bearbeiten klickst du sie im Grundriss oder in der Bauteilliste an. Übernehmen bei ausgewählter Treppe bereitet eine weitere Platzierung vor; Drehen und Spiegeln während des Setzens ändern die Vorschau für diese neue Treppe.

Der Knopf steht direkt über den berechneten Angaben zu Richtung, Stufen und Maßen.

Beliebig viele Treppen je Geschoss. Sie führen ins nächste Geschoss oder vom obersten Geschoss auf ein begehbares Flachdach; dieser Dachzugang ist auch bei nur einem Geschoss möglich. Bei reiner Hüllfläche werden keine Treppenläufe gebaut.

Bei einem freien Obergeschoss mit einem vom Erdgeschoss abweichenden Umriss müssen Anker und Treppenloch innerhalb des eigenen Geschossumrisses liegen. Liegt eines davon außerhalb, lehnt die Schnittstelle die Anfrage ab (HTTP 422), statt die Treppe still zu entfernen.

Beim Bauteil-Export wird jede Treppe mit der Bodenplatte oder Geschossdecke, auf der sie steht, zu einem Druckteil verschmolzen. Dafür erhält die Platte ein eigenes Druckprofil: Support darf auf dem Bauteil beginnen, der Schwellenwinkel beträgt 35°.

Einstellung Optionen / Bereich
Typ Gerade · U-Treppe · L-Treppe (viertelgewendelt) · Spindeltreppe — Bilder, die die Treppe von oben zeigen
Spiegeln (alle vier Formen) Eintritt und Austritt vertauschen; bei der geraden Treppe wechseln sie die Enden, der Platz bleibt
Ecke links · rechts
Stufentiefe 0,20–0,30 m (Standard 0,215) — sie regelt die Lauflänge
Laufbreite 0,5–3,0 m (Standard 1,0), inklusive Geländer
Treppenhaus (ab 3 Geschossen) baut dieselbe Treppe in allen Geschossen darüber, mit dem Eintritt genau übereinander
Richtung Leertaste dreht die Treppe um 15° weiter; der Winkel steht unter den Kennwerten

Stufenzahl

Für die Stufenzahl wird die Höhe von Bodenoberkante zu Bodenoberkante durch die nominale Zielteilung von 20 cm geteilt und abgerundet. Anschließend wird diese Höhe gleichmäßig auf die Stufen verteilt: Die tatsächliche Steigung ist Höhe geteilt durch Stufenzahl. Die Stufentiefe beeinflusst die Lauflänge, nicht die Stufenzahl.

Deckenaussparung

Rechteckige Löcher in einer Geschossdecke, z. B. für einen Treppendurchlass. Platzierung per Klick in die Decke.

Eine Aussparung darf bis exakt an die Innenfläche einer Außenwand reichen. In diesem Bereich wird die Wand-Decken-Verzahnung an Wand und Decke gemeinsam durch einen Gehrungsanschluss ersetzt.

Einstellung Wert
Ausrichtung vier Pfeile
Länge · Breite 0,20–6,00 m in den Maßreglern
Abstand zur Wand vier Wandabstände per Eingabe

Die Maßregler verwenden metrisch 5-cm-Schritte und imperial 2-Zoll-Schritte. Der verfügbare Innenraum kann die Auswahl weiter begrenzen. Zusätzlich wird geprüft, ob die Aussparung an ihrer tatsächlichen Position gültig passt.

Mehrere Aussparungen dürfen sich überlappen (ergeben eine L-Form); bis zu 20 pro Decke.

Schornstein

Ein hohler Mauerstapel an einer Wandkante, der ab einem Geschoss durch alle darüber­ liegenden Geschosse und über das Dach geführt wird. Platzierung per Klick auf eine Wandkante.

Zwischen dem Schaft und einem Geländer, das er in der Höhe erreicht, sind mindestens 0,10 m lichter Abstand erforderlich. Beginnt ein innerer Schornstein erst in einem höheren Geschoss, sperren tiefer liegende Geländer ihn nicht.

Einstellung Optionen / Bereich
Seite Innen (an der Wand-Innenkante) · Außen (an der Fassade)
Ab Geschoss Auswahl
Länge in X 0,30–1,50 m (5-cm-Raster)
Länge in Y 0,30–1,50 m (5-cm-Raster)
Höhe über Dach 0,80–3,00 m (5-cm-Raster oder ganze internationale Zoll)

Für die Höhe über Dach sind alternativ ganze internationale Zoll zulässig: 1 in entspricht genau 0,0254 m. Auch dabei gilt der angegebene Höhenbereich. Ein Wechsel der Anzeigeeinheit verändert keine gespeicherte Länge.

Dachüberstand

Ragt der Schornstein weiter als das Dach, meldet die App einen zu geringen Dachüberstand (+10 cm empfohlen). Die Warnung lässt sich ignorieren.

Schornstein und Balkon

Durch die Balkonplatte darf der Schacht hindurch — sie bekommt dafür eine Aussparung, genau wie das Dach. An das Geländer darf er nicht heran: dorthin bleiben mindestens 10 cm licht frei. Klickst du zu nah heran, meldet die App: „Dort steht ein Geländer. Der Schornstein braucht mindestens 0.100 m lichten Abstand dazu — durch die tragende Platte darf er hindurch.“

Balkon

Im EG mit Gründung stehen Balkon und Terrasse direkt als eigene Kacheln neben Schornstein und den anderen Aus- und Einbauten zur Wahl. Der EG-Balkon hat eine normale Balkonplatte auf Höhe des EG-Bodens mit freiem Raum darunter. Die Terrasse behält ihren massiven Unterbau bis nach unten. Ohne Gründung bleibt im EG die Terrasse verfügbar; auf den Obergeschossen gibt es den Balkon.

Die freien Enden von Eckbalkonen und Eckvordächern müssen mindestens 0,60 m vor der nächsten Außenecke enden. Dieser feste Mindestabstand wird nicht durch den 25-%-Abstandspuffer verkleinert. Für Eckterrassen gilt die eigene Endenregel.

Einstellung Optionen / Bereich
Art Rechteckbalkon · Französisch · Eckbalkon
Brüstung geschlossen · Staketen · mit Einsätzen
Tiefe (Rechteckbalkon) 0,25–4,0 m (5-cm-Raster)
Breite (Rechteckbalkon) 0,5–30 m (5-cm-Raster)
Breite (Französisch) 2,0–5,0 m (5-cm-Raster) — die Ausladung ergibt sich aus der Breite
  • Eckbalkon: zusammenhängende Außenwand-Segmente um eine Ecke anklicken; Tiefe wahlweise überall gleich oder pro Seite, plus Abstand zur Außenecke.
  • Überbau: optional ein Vordach oder ein weiterer Balkon im Geschoss darüber, wahlweise mit Säulen (nur an den Ecken oder gleichmäßig verteilt).

Bei BM und HM werden Rahmen und Füllungen separat gedruckt. Beim MM werden die Füllungen mit dem Geländerrahmen verschmolzen. Die Füllungen sind immer dabei, unabhängig von der Fensterwahl, und können transparent oder deckend gedruckt werden. Gleich große Felder je Abschnitt, höchstens 2 m je Element. Für ebene Rechteckbalkone und Rechteckterrassen.

Abnehmbare Rechteckgeländer liegen mit der Handlaufoberseite auf dem Druckbett. Ihre Zapfen bleiben unverändert; die Aufnahmen erhalten ringsum 0,15 mm Spiel im Druck. Säulen bleiben separate Teile, mit 0,1 mm Druckabstand zum Geländer.

Terrasse

Nur im EG — quasi ein Balkon fürs Erdgeschoss, an einer Außenwand. Platzierung per Klick.

Terrassen verwenden die tatsächlichen zusammenhängenden EG-Außenkonturen von Hauptbau und aktiven Anbauten. Freie Enden einer Eckterrasse dürfen bis zur Gebäudeecke reichen; ein Endabstand von 0 m ist möglich. Zeigt eine freie Stirnseite mit höchstens 45° zur ersten getroffenen Außenwand, wird die Terrassenfläche automatisch bis zu dieser Wand ergänzt. Größere Winkel und Stirnseiten ohne passenden Wandtreffer bleiben unverändert. Anschluss, Geländer, Stufen und Säulen folgen derselben Terrassenkontur.

Formauswahl und Maßregler stehen im Parameterpanel dauerhaft gleichzeitig offen, ohne Klappzeilen. Der Hinweis steht unter „Terrasse setzen“. Escape und Rechtsklick beenden den Platziermodus vollständig; danach lassen sich vorhandene Bauteile auswählen.

Passt eine vorgeschlagene Terrasse nicht, liefert die MCP vollständige, nativ geprüfte Alternativen mit den konkreten Wandankern. Eine Alternative wird erst nach ausdrücklicher Auswahl angewendet; die ursprüngliche Eingabe bleibt erhalten.

Einstellung Optionen / Bereich
Art Rechteck-Terrasse · Eck-Terrasse
Geländer keins · geschlossen · Staketen (Standard: keins) · mit Einsätzen
Tiefe 0,25–6,0 m (5-cm-Raster)
Breite 0,5–30 m (5-cm-Raster)

Durchgänge: Klick auf ein Geländer-Segment setzt eine Öffnung im Geländer (Breite und Position frei), mindestens 0,15 m Abstand zu jeder Geländer-Ecke.

Stufen: Ohne Stufen · Hausnah · Außen am Rand.

Vor der Tür bleiben genau 0,30 m eben; danach führen Stufen zur tiefer liegenden Terrasse.

Freie Enden einer Eckterrasse dürfen bis zur gewählten Gebäudeecke reichen; ein Endabstand von 0 m ist möglich. Größere gespeicherte Endabstände bleiben erhalten. Eine Terrasse folgt der Höhe ihres ersten Gebäudeanschlusses, auch wenn ihre Wandkette einen abgesenkten Anbau berührt. Ohne Stufen reicht der massive Körper bis zum unteren Geländeabschluss. Bei Stufen außen bleibt die Terrasse oben und die Stufen beginnen an allen freien Außenkanten. Die Zahl ergibt sich automatisch aus dem Abstieg: Zielsteigung 0,20 m, mindestens eine Stufe bei positivem Abstieg, Auftritt 0,215 m. Ein abgesenkter Anschluss verringert die Zahl; die Anzeige meldet diese Änderung. Geländer und Säulen stehen auf der tatsächlichen Terrassenebene. Schwalbenschwanz und Gegenführung reichen bis unten; die Kanäle durch Wand, Gründung und Bodenplatte sind unten offen.

Vordach

Eine geneigte Dachplatte an einem oder mehreren Außenwand-Segmenten; sie sitzt in der Wand des 1. OG (deshalb ab 2 Geschossen). Platzierung per Klick.

Einstellung Optionen / Bereich
Art Rechteck-Vordach · Eck-Vordach
Wandanschlusshöhe ab (EG-Geschosshöhe + 0,10 m), bis 1,00 m darüber (5-cm-Schritte)
Dachneigung 0–75°
Tiefe 0,3–5,0 m
Breite 0,5–30 m

Das Eck-Vordach läuft über zusammenhängende Außenwand-Segmente um eine Ecke.

Die Werte in der Auswahl sind nominelle Vorschläge. Eine nativ akzeptierte Wandanschlusshöhe wird im nativen Bau und in der lokalen Vorschau unverändert verwendet. Die native Mindestabstandsprüfung berücksichtigt den vorhandenen Abstandspuffer; sie setzt ein gültiges Vordach nicht nachträglich höher.

Säule

Steht auf dem Deck einer Terrasse oder eines Balkons — deshalb erst verfügbar, wenn eines davon existiert. Platzierung per Klick auf eine Terrassen- oder Balkonkante.

Einstellung Optionen
Art Ecksäule (sitzt fest in der nächsten Ecke) · Freie Säule (Position entlang der Kante)
Ziel bis OG n · bis zum Dach

Säulen sind an der Vorderkante immer möglich, an Seitenkanten nur bei mehr als 2 m Auskragung.

Ziel „bis zum Dach

Ein bereits gesetztes Vordach, das den gesamten Säulenschaft deckt, hat Vorrang. Sonst muss das Hauptdach den gesamten Schaft decken. Das Ziel ist auch bei einem freien Grundriss verfügbar; ein unfertiges Hauptdach liefert keine gültige Dachdeckung. Reicht keine der Deckungen aus, bleiben Einfügen und Zielwechsel zum Dach gesperrt.


Weiter geht es mit den Öffnungen (Schritt 5). Fachbegriffe wie Traufe, First oder Kniestock findest du im Glossar.

Bei Eckbalkonen und Eckterrassen zeigt die Bauteilliste die Wandlänge × Tiefe je Seite in der Reihenfolge der Wandkette.

Überhang stützen

Diese Funktion findest du unter Aus- und Einbauten im Geschoss unter der Auskragung.

Der Schalter erscheint nur, wenn dein Gebäude eine Auskragung hat — also ein Geschoss mit eigenem Umriss, das über das Geschoss darunter hinausragt (siehe Grundriss).

Ist er an, stellt der Konfigurator an geeigneten frei schwebenden Ecken der Auskragung je eine Säule. Sie ist von beiden angrenzenden Kanten 10 cm eingerückt und steht auf dem, was sich darunter befindet:

Darunter Was passiert
eine Geschossdecke oder die Bodenplatte Die Säule steht direkt darauf; ihr Fuß bekommt dieselbe Tasche wie auf einer Terrasse.
nichts Es entsteht automatisch eine Terrasse als Standfläche — so groß wie die Auskragung, vorn und an beiden Seiten um je 10 cm kleiner (das ist genau die Einrückung der Säulen).

In der Druckdatei endet die Säulen-Hauptfläche 0,15 mm vor der Unterseite der auskragenden Decke; nur der Zapfen ragt in die Decke hinein und sitzt dort in einer passenden Aussparung — die Säule ist damit fixiert, ohne zu klemmen.

Automatische Terrassen und Stützen

Eine automatische Terrasse entsteht für geeignete Überhangabschnitte mit gleichmäßiger Tiefe je Fassadenseite. Zusammenhängende Abschnitte können um Ecken verlaufen oder einen geschlossenen Ring bilden. Ohne Decke darunter erhalten nur zugehörige Ecken tatsächlich erzeugter Terrassen Stützen; verworfene Abschnitte und nicht zugehörige Ecken bleiben ungestützt. Eine davon unabhängige gültige Terrasse bleibt erhalten.